Rich Client Platform von Eclipse

Was ist die Rich Client Platform von Eclipse?
Eclipse war bis zur Version 2.1 vor allem bekannt als Open Source Entwicklungsumgebung (IDE) für Java Entwickler. Schnell erkannten die Benutzer von Eclipse, dass die IDE Plattform viel Funktionalität bietet, die benötigt wird, wenn man moderne Client Applikationen entwickelt, die nichts mit einer IDE zu tun haben. Für die Version 3.0 wurde deshalb das Ziel gesetzt, das Eclipse Framework so aufzuteilen, dass ein Kern entsteht, auf dem die bestehende IDE als eine mögliche Art von Applikation, aber auch andere Applikationen, aufbauen können. Vereinfacht ausgedrückt stellt dieser Kern die Rich Client Platform (kurz RCP) von Eclipse dar.


Warum Rich Client?

HTML basierende Frontends und Portale lassen sich zentral verwalten, was den Aufwand für Wartung und Helpdesk minimiert. Trotz diesen Vorteilen und der weiten Verbreitung sind sich User Interface Experten einig, dass der Browser kein ideales Anwendungs-Frontend darstellt. Oft werden Ideen und Wünschen durch die Browser Umgebung enge Grenzen gesetzt, z.B. wenn es um die rasche Visualisierung oder Validierung von Daten geht. Nimmt man als Beispiel eine moderne Mail-Client-Anwendung und eine HTML basierte Mail-Client Lösung, dann werden die Unterschiede deutlich spürbar. Die Lücke zwischen den unflexiblen Fat-Clients und den eingeschränkten Thin-Clients, füllen nun Rich-Clients mit folgenden Eigenschaften:

  • Wenn möglich werden Rechenleistung, Ressourcen und Spezifika des Endgerätes lokal genutzt.
  • Offline/Online Modus muss unterstützt werden.
  • Update und Installation müssen automatisiert über das Internet/Intranet möglich sein.

Eigenschaften von RCP ab Eclipse 3.0
Die Rich Client Platform von Eclipse bietet dem Anwender in der Hauptsache ein Applikations-Framework. Die konsequente Plugin Architektur von Eclipse ermöglicht eine effiziente und zielorientierte Entwicklung der Anwendung. Die Aufteilung der Applikation in logische Module lässt sich mittels Plugins problemlos in der Architektur des Clients weiterführen. So ist auch gewährleistet, dass mehrere Entwickler parallel arbeiten können, ohne dass man sich gegenseitig behindert. Ebenso lässt sich die Applikation dadurch kontinuierlich mit der Zeit erweitern, ohne in bestehenden Code eingreifen zu müssen. Wird die Applikation Schritt für Schritt aufgebaut, oder als Basis für andere Gruppen von Entwicklern zur Verfügung gestellt, besteht die Möglichkeit, eigene Erweiterungspunkte zu definieren, um so wiederverwendbaren Code zu schreiben.

 

Der grösste Vorteil der Rich Client Platform ist ihre Flexibilität und die bereits vorhandene Funktionalität. Da Eclipse in der Open Source Community sehr beliebt ist, findet man eine Vielzahl von Büchern, User Groups und technische Artikel im Internet.


Erfahrungen mit Eclipse

Als sogenannter "Early Adapter" hat Inventage schon das Potential von Eclipse 2.1 als Plattform für einen Java Client gesehen und auch eingesetzt (Capri - Die Banken CRM Plattform). Dabei entsprach das Entfernen der IDE spezifischen Komponenten der Trennung von IDE und RCP in Eclipse 3.0.

 

Obwohl die Plattform viele Konzepte und Funktionalität liefert, um Client Applikationen zu bauen, fehlen dennoch Komponenten. Zum Beispiel muss die Kommunikationsschicht zwischen Client und Server nach wie vor selbst definiert und implementiert werden. Ebenso wird dem Entwickler überlassen, wie die Daten, die vom Server empfangen / gesendet werden, mit den GUI Elementen verknüpft werden. Das heisst aber nicht, dass keine Frameworks und Plugins existieren, die diese Lücke nicht füllen könnten. Unser eigenes Framework (Saros) haben wir mit Hilfe der Plugin Architektur entwickelt, um mit der Eclipse RCP Basis auch Enterprise Applikationen zu ermöglichen.


Wir von Inventage sind der Überzeugung, dass die Rich Client Platform von Eclipse die ideale Wahl für client-seitige Java Applikationen ist. Profitieren Sie von unserem tiefen Knowhow in diesem Bereich.

Mehr Informationen zum Thema Eclipse RCP findet man unter Eclipse RCP.

 

Eclipse RCP Projektreferenzen

Nachfolgende Projekte, welche wir realisiert haben, verwenden die Eclipse RCP und Saros Technologien:

 

Die Portfolio Construction Lösung ARTE der UBS

Das Accounting von Hedge Funds bei der SFS

Der PackageHandler im Bundesarchiv
Das CRM für HSBC Privatebank und HSBC Guyerzeller Bank

Saros ist auch im Einsatz bei Siemens VDO, Sobaco und Raiffeisen Bank.